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GMAC: Mehr Jobs für MBAs

Von am 31. Mai 2012

Der Jobmarkt für MBA-Absolventen hat sich verbessert. Unternehmen in den USA und Asien stellen wieder mehr MBAs ein. Am meisten hat dabei die Nachfrage von kleinen Firmen mit weniger tausend Mitarbeitern zugenommen.

79 Prozent der Rekrutierungsmanager gaben an, dass sie in diesem Jahr MBA-Absolventen einstellen wollen. 2011 waren es 72 Prozent. Das hat die Umfrage des Graduate Management Admission Council (GMAC) bei 1096 Unternehmen weltweit ergeben.

Auch die Zahl der Neueinstellungen pro Firma soll zunehmen. Rekrutierten sie 2011 durchschnittlich 13 MBAs, so sollen es in diesem Jahr 17 werden. Dabei gibt es allerdings regionale Unterschiede. Während Unternehmen in Asien und den USA mehr Neueinstellungen erwarten, bleiben sie in Europa auf dem Stand des Vorjahres.

US-Firmen wollen ihren neuen Mitarbeitern mit MBA deutlich mehr zahlen als Absolventen mit einem Bachelor-Abschluss. Im Durchschnitt verdient ein MBA jährlich 40.000 US-Dollar mehr als ein Bachelor. Von den MBA-Studenten, die zum Zeitpunkt der Umfrage bereits ein Jobangebot hatten, berichteten diejenigen, die ein zweijähriges Vollzeit-Programm – wie sie vor allem in den USA noch Standard sind – absolviert hatten, von den höchsten Gehaltszuwächsen (81 Prozent).

Die beliebtesten Branchen von MBA-Studenten waren die verarbeitende Industrie und der Dienstleistungssektor, Beratungen und Finanzindustrie. Laut dem von GMAC entwickelten Branchen-Attraktivitäts-Index verlassen mehr Absolventen den Finanzsektor, in dem sie vor dem Studium gearbeitet haben, als dort einen neuen Job anfangen. Banken in London und New York rekrutieren in diesem Jahr weniger MBAs, während die Zahl der Jobs im Asset Management gleich geblieben ist.

Vor zehn Jahren landete je rund ein Drittel der MBA-Absolventen im Finanzbereich – vor allem in den Investmentbanken – oder in der Unternehmensberatung. Heute findet bis zur Hälfte ihren Job in anderen Branchen, sei es in der Konsumgüter- oder Pharmaindustrie, bei Technologieunternehmen, den Medien oder bei Non-Profit-Organisationen.

Von ihren neuen Mitarbeitern erwarten die Arbeitgeber vor allem Führungsfähigkeiten sowie die Fähigkeit, verschiedene Informationen von unterschiedlichen Quellen zu analysieren und kombinieren, um komplexe Probleme zu lösen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

GMAC-Studie

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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