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GMAC: Europäer bevorzugen Managementstudium in Europa

Von am 11. März 2013

Die Nachfrage nach einem Managementstudium wird globaler und vielfältiger. Zugenommen hat vor allem das Interesse an spezialisierten Master-Studiengängen. Das zeigen neue Studien des Graduate Management Admission Council (GMAC), das den Zulassungstest GMAT verwaltet.

Im vergangenen Jahr ließen Bewerber für Master-Studiengänge ihre 286.529 GMAT-Testergebnisse an 5.281 Programme schicken – das sind 21 Prozent mehr Programme als 2008. Weil der Graduate Management Admission Test (GMAT) vom Testanbieter direkt an die Schulen geschickt wird, lassen sich dabei globale Trends erkennen.

831.337 Testergebnisse gingen an MBA- oder andere Management-Studiengänge. Die Zahl ist höher, da so gut wie jeder Bewerber seine Ergebnisse an mehrere Schulen schicken lässt. Am stärksten ist die Zunahme der Testteilnehmer außerhalb der USA. Allein von 2011 auf 2012 stieg ihr Anteil um 19 Prozent und macht nun mit 59 Prozent inzwischen die Mehrheit aus.

Dabei werden immer mehr Tests an spezialisierte Master-Studiengänge geschickt. Waren es 2007 erst 17 Prozent, so waren es 2012 bereits 29 Prozent. Das hat wiederum Auswirkungen auf das Alter der Testeilnehmer, da konsekutiver Master-Studiengänge keine Berufserfahrung voraussetzen. Dementsprechend werden die Testteilnehmer immer jünger. Lag der Anteil der unter 25-Jährigen 2008 bei 38 Prozent, so waren es 2012 bereits 47 Prozent. In Asien und Europa war bereits mehr als die Hälfte der Testteilnehmer jünger als 25 Jahre.

Rekordzahlen zum dritten Mal in Folge gab es bei den Frauen. 43 Prozent der Testeilnehmer sind inzwischen weiblich. In China, Taiwan, Thailand, Vietnam und Russland stellen die Frauen bereits die Mehrheit.

Die meisten Tests werden nach wie vor in den USA absolviert. 98 Prozent der Amerikaner wollen dabei in den USA studieren. Nach den USA sind die Chinesen mit 58.196 Tests die zweitgrößte Gruppe und repräsentieren 20 Prozent aller Testteilnehmer weltweit. 78 Prozent der Chinesen schicken ihre Ergebnisse zu US-Schulen und bewerben sich dabei zunehmend für spezialisierte Master-Studiengänge (64 Prozent). Die drittgrößte Gruppe stellen die Inder mit 30.213 Tests. Sie schicken ihre Ergebnisse öfter an Schulen in Indien, Großbritannien, Singapur, Frankreich und Kanada.

Vergleichsweise gering ist die Zahl der Europäer mit 24.847 GMAT-Tests. Das sind allerdings 26 Prozent mehr 2008. Mehr als die Hälfte der Testteilnehmer kommt aus Deutschland, Frankreich, Russland, Italien und Großbritannien. 60 Prozent bewerben sich an europäischen Schulen. Da sind mehr als je zuvor.

Weitere Informationen: gmac.com/geographictrends

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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