FT-Ranking: Mannheim besser als Harvard - MBA Journal

FT-Ranking: Mannheim besser als Harvard  

By on 12. Mai 2014
Mannheim Business School Schloss Mannheim Business School

Die Financial Times hat ihr neues Ranking zu Executive Education veröffentlicht. Bei den firmeninternen Programmen landete die Mannheim Business School als Neueinsteiger auf Platz 12 weltweit. Zweitbeste deutsche Schule ist die ESMT auf Rang 51 (Vorjahr Platz 21). Die auch in Deutschland vertretene ESCP Europe kam auf Platz 56.

An der Spitze hat sich seit 2012 nichts geändert. Auf Platz 1 bei den auf die Bedürfnisse einzelner Unternehmen maßgeschneiderten Programmen (Customized Programs) liegt erneut die Duke Corporate Education, gefolgt von der HEC Paris und der IESE Business School. Das IMD landet auf Platz 5 (Vorjahr Platz 6), INSEAD dagegen abgeschlagen auf Platz 21 (Vorjahr Platz 22) und damit deutlich hinter der ESADE Business School (Platz 6), der Cranfield School of Management (Platz 7), SDA Bocconi (Platz 11) und Ashridge (Platz 16).

Eine schlechtere Platzierung muss die Harvard Business School (Platz 18 statt Platz 13) hinnehmen. Deutlich verbessern konnte sich dagegen die London Business School (von Platz 17 auf Platz 9) und die ESSEC Business School in Paris (von Platz 32 auf Platz 25).

Dass die Mannheim Business School als Neueinsteiger gleich auf Platz 12 weltweit landet, ist zwar ein großer Erfolg für die Schule, wirft aber erneut Fragen an den Beurteilungskriterien des Rankings auf. Schließlich sind die Mannheimer im Vergleich zur Harvard Business School oder zu INSEAD mit ihren zahlreichen Firmenkunden und ihrer langen Tradition im Bereich Executive Education nicht nur ein Newcomer, sondern auch ein Zwerg.

Denn bisher ist der Umfang der firmeninternen Programme in Mannheim noch recht klein. Doch für die Bewertung genügt es der FT, wenn fünf Unternehmen den Fragebogen ausfüllen. Und die Mannheimer Kunden waren sehr zufrieden. So erreichte die Schule beim Kriterium „Future use“ (der Absicht, die Schule auch künftig bei ihren firmeninterne Programmen zu nutzen) sogar Platz 1 weltweit. Aber auch bei den Lehrmethoden und –materialien (Platz 5), dem Follow-up (Platz 6) und dem Preis-Leistungsverhältnis (Platz 6) kann die Schule punkten.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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