FT-Ranking: IMD erneut mit den besten Managementkursen • MBA Journal - NEWS über Business Schools und Executive Education

FT-Ranking: IMD erneut mit den besten Managementkursen

Von am 15. Mai 2017
Schwertfeger IMD

Das IMD in Lausanne wurde zum sechsten Mal zur Business School mit den weltweit besten offenen Managementkurse gekürt, gefolgt von IESE und Harvard. Das ist das Ergebnis des FT-Rankings zu offenen Executive Education Programmen, bei dem 75 Schulen gelistet wurden.

Bereits zum sechsten Mal konnte das IMD damit seinen Spitzenplatz im Ranking der Financial Times zu den offenen Managementprogrammen halten. Punkten kann die Schule vor allem bei der Zufriedenheit der Teilnehmer. 85 Prozent der Befragten gaben ihr mindestens neun von zehn Punkten. Damit liegt die Schule auf Platz. Den erreicht sie auch bei der Vorbereitung und den erreichten Zielen. Im Gegensatz zu vielen anderen Business Schools, deren Schwerpunkt auf akademischen Studiengängen wie dem MBA liegt, fokussiert sich das IMD vor allem auf Managementkurse ohne akademischen Abschluss.

Auf Platz 2 liegt die spanische IESE Business School, gefolgt von der Harvard Business School als bester US-Schule. Beide Schulen konnten ihre Plätze damit gegenüber dem Vorjahr halten. IESE erreicht gleich bei fünf Kriterien Platz 1, darunter die Diversität der Fakultät, die internationalen Standorte und „New Skills & Learning“.

Platz 4 belegt die Oxford Said School of Business, die sich damit um fünf Plätze verbessert. Auf Platz 5 folgt die Darden School of Business an der University of Virginia (Vorjahr Platz 4). Rang 6 erreicht – wie im Vorjahr – das Center for Creative Leadership, das allerdings keine Business School ist.

INSEAD verbessert sich auf Rang 7 (Vorjahr Rang 11). Die ESMT in Berlin steht als beste deutsche Schule auf Rang 8 (Vorjahr Rang 13) und schneidet bei „Aims Achieved“ (Platz 3) und „Food & Accommodation“ (Platz 6) am besten ab. Die HEC Paris, im vergangenen Jahr auf Platz 8, landet auf Platz 12. Die spanische ESADE Business School erreicht Platz 11 (Vorjahr Platz 7).

Die ESCP Europe, die auch einen Campus in Berlin hat, liegt auf Platz 27 (Vorjahr Platz 28), gefolgt von der Universität St.Gallen auf Platz 28, die sich damit um zehn Plätze verbessern konnte. Besser als im Vorjahr schneidet auch die SDA Bocconi School of Management in Mailand ab und landet auf Rang 33 (Vorjahr Rang 39). Die Frankfurt School of Finance & Management landet auf Platz 74 und kann sich damit um einen Platz verbessern.

Neueinsteiger sind das Antai College of Economics and Management an der Shanghai Jiao Tong University auf Platz 31, das Eller College of Management an der University of Arizona auf Platz 68 und die Politechnico di Milano School of Management auf Platz 75.

Dass nicht mehr deutsche Schulen vertreten sind, liegt vor allem an der Vorgabe von einem Mindestumsatz in Höhe von zwei Millionen Dollar im Bereich der offenen Kurse. Da liegen Schulen wie Mannheim oder die WHU deutlich darunter. Grund dafür ist nicht zuletzt der zersplitterte Markt in Deutschland, in dem Weiterbildung vorwiegend in den Händen von nicht-akademischen Anbietern liegt.

Wie immer hat die FT aus den beiden Ranglisten für offene und firmeninterne Programme eine kombinierte Liste zusammengestellt, die allerdings nicht sehr aussagekräftig ist, da sie damit zwei sehr unterschiedliche Angebote vermischt. So geht es bei den firmeninternen Programmen darum, gemeinsam mit einem Unternehmen ein Angebot zu entwickeln, das auf seine speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Nur die wenigsten Schulen – wie das IMD oder IESE – sind dabei in beiden Bereich gleich gut. So schneidet die Oxford Said Business School bei den offenen Programmen mit Platz 4 weltweit sehr gut ab, bei den firmeninternen Programmen erreicht sie jedoch nur Platz 26. Umgekehrt ist es bei der SDA Bocconi School of Management. Bei den maßgeschneiderten Programmen liegt sie auf Platz 4 weltweit, bei den offenen Programen dagegen nur auf Platz 33.

Auf der kombinierten Liste führt IESE vor dem IMD und der Harvard Business School. Die ESMT landet auf Platz 8.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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