Fast jeder dritte CEO hat einen MBA.

Von am 29. Dezember 2021
pixabay geralt

31 Prozent der CEOs weltweit haben einen MBA-Abschluss. Das zeigt die Analyse der Lebensläufe der Vorstandsvorsitzenden der weltweit 2000 größten börsennotierten Unternehmen.

Insgesamt hat fast jeder dritte CEO einen MBA-Abschluss. Allerdings gibt es dabei erhebliche regionale Unterschiede. In Nordamerika und Lateinamerika sind es je 54 Prozent der CEOs. 2017 waren es 37 Prozent bzw. 45 Prozent. Damit ist der MBA in diesen beiden Regionen erneut der bevorzugte Master-Abschluss. In Europa sind es nach wie vor nur 22 Prozent. In Afrika und Asien sind es 18 bzw. 15 Prozent und damit jeweils ein geringerer Anteil gegenüber der Umfrage von 2017.

Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass bei der relativ geringen Fallzahl von 283 Lebensläufen bereits geringe Veränderungen bei den Fallzahlen zu erheblichen prozentualen Veränderungen führen können.

Abb.1: CEOs mit MBA-Abschluss (study.eu)

Grundsätzlich verfügen die Chief Executive Officers über eine gute Ausbildung. Zwei Drittel (66 Prozent) haben einen Master oder Doktortitel. Nur 2,5 Prozent haben keinen Hochschulabschluss. 53 Prozent einen Master-Abschluss (inklusive MBA) und 13 Prozent sogar einen Doktortitel. Auch hier gibt es deutliche regionale Unterschiede.

Den höchsten Anteil der Promovierten gibt es in China mit 28 Prozent, gefolgt von Europa mit 26 Prozent. In den USA spielt der Doktor-Titel mit elf Prozent eine deutlich geringere Rolle. In Indien und Australien taucht er überhaupt nicht auf. Mit acht Prozent hat Australien auch den höchsten Anteil von CEOs ohne einen Hochschulabschluss.

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Abb.2: Gesamtübersicht zu CEOs weltweit, study.eu

36 Prozent der CEOs haben ihr Studium ganz oder teilweise im Ausland absolviert. Besonders hoch ist der Anteil in Afrika (68 Prozent) und in Lateinamerika (54 Prozent). In Europa sind es 30 Prozent, in den USA dagegen nur 13 Prozent.

26 Prozent der CEOs arbeiten in einem anderen Land als ihrem Heimatland. Am höchsten ist der Anteil in Europa (43 Prozent) und Australien (41 Prozent), wo ausländische Vorstände meist aus Großbritannien oder Neuseeland stammen.

Die Zahl der weiblichen CEOs ist zwar gestiegen, aber mit 4.6 Prozent (2017: 2,6 Prozent) immer noch mehr als dürftig. Fast die Hälfte davon ist in US-Unternehmen tätig. Schlusslicht ist China mit vier Prozent.

Für die Analyse hat das deutsche Studienportal Study.eu die Lebensläufe der größten Unternehmen der Forbes-Global-2000-Liste auf jedem Kontinent untersucht. Insgesamt wurden dabei 283 CEO-Lebensläufe analysiert.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.