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EMBA am INSEAD: Nachfrageboom nach Verzicht auf GMAT

By on 17. Oktober 2012

25 Prozent mehr Bewerbungen in Europa, vierfach so viele im Mittleren Osten – der Global Executive MBA (GEMBA) am INSEAD ist gefragter denn je und das trotz Studiengebühren in Höhe von 95.000 Euro. Einen wesentlichen Grund für die gestiegene Nachfrage sieht die Schule im Verzicht auf den GMAT.

Der Graduate Management Admission Test (GMAT) sei auf nordamerikanische Highschool-Absolventen mit wenig Berufserfahrung abgestimmt, erklärt Kristen Lynas, Director Executive Degrees am INSEAD. Viele Manager wollten den GMAT daher nicht machen und hätten auch gar nicht die Zeit dafür, sich auf den Test vorzubereiten, bei dem sie unter anderem gleichschenklige Dreiecke berechnen müssen.

Während immer mehr Schulen beim Executive MBA auf den GMAT verzichten, bietet INSEAD als bisher einzige Business School einen eigenen Test an, der neben schriftlichen Aufgaben auch eine Fallstudien-Präsentation und ein Interview umfasst.

Neben den Klassen am Campus in Fontainebleau und Abu Dhabi startete die Schule vor kurzem auch eine eigene Klasse auf ihrem Campus in Singapur. „Dort haben 63 Prozent den INSEAD-Test gemacht und vor kurzem ihre ersten Statistik-Examen mit exzellenten Ergebnissen geschrieben“, sagt Lynas. Das zeige, dass der Test funktioniert.

Mit dem Verzicht auf den GMAT habe man Zugang zu einem bisher nicht zugänglichen Marktsegment bekommen, freut sich Lynas. Die 111 Teilnehmer des GEMBA 2012 kommen 39 Nationen und haben im Durchschnitt zwölf Jahre Berufserfahrung.  59 Prozent leben außerhalb ihres Heimatlandes.

„Wir wollen vor allem unsere Executive MBA Programme weiter ausbauen“, sagt INSEAD-Dean Dipak C. Jain. Seit dem Start im Jahr 2003 habe sich die Zahl der Teilnehmer schon fast vervierfacht. Dieses Jahr erwarte er insgesamt rund 200 Teilnehmer.

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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