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EBS: Executive MBA mit Durham vor dem Aus?

By on 11. Februar 2015
EBS Universität Wiesbaden EBS Universität Wiesbaden

Schon im vergangenen Jahr weigerte sich die EBS Business School hartnäckig, die Zahl der Teilnehmer am gemeinsamen Executive MBA mit der britischen Durham Business School bekannt zu geben. Nun fiel der Start der neuen Klasse aus, weil es zu wenig Teilnehmer gab. Erst 2016 soll es einen neuen Start geben – wenn es ihn denn gibt.

Wer sich für den Executive MBA an der EBS Business School beworben hatte, der im Januar starten sollte, hat Pech. Der Studiengang fiel aus – aufgrund zu geringer Nachfrage. „Die EBS Universität und die Durham University Business School haben sich dafür entschieden, den nächsten gemeinsamen Durham & EBS Executive MBA im Januar 2016 starten zu lassen und somit die beiden EMBA-Jahrgänge 2015 und 2016 zu vereinen“, heißt es auf Anfrage. Die Maßnahme ziele darauf ab, eine größere Klassenstärke zu erreichen, die wiederum positive Auswirkungen auf die angebotenen Wahlmodule, die Zusammenarbeit im Unterricht und die Möglichkeiten zum Networking habe.

Das ist natürlich Unsinn. Denn wer sein Studium in diesem Jahr beginnen will, geht in der Regel woanders hin anstatt ein Jahr zu warten und dann wiederum nicht zu wissen, ob der Studiengang auch wirklich startet.

Auch die Goethe Business School in Frankfurt hatte damals mit ihrem Executive MBA angeblich nur ein Jahr ausgesetzt. Dann war das Programm plötzlich ganz verschwunden.

Die geringe Nachfrage zeigt, dass die unter erheblichen Finanzproblemen leidende EBS Universität für Wirtschaft und Recht nach ihren katastrophal geringen Zahlen bei den Studienanfängern weiter auf dem absteigenden Ast ist. 2013 soll es angeblich noch 30 Teilnehmer in dem Durham-EBS-Executive MBA Programm gegeben haben. Und mit Studiengebühren in Höhe von 32.500 Euro ist der Studiengang im Vergleich zu anderen EMBA-Programmen fast schon ein Schnäppchen.

Schon im vergangenen Oktober hatte sich die EBS Business School vehement geweigert, die Zahl der Teilnehmer an dem Executive MBA bekannt zu geben. Dabei gab sie zunächst sogar falsche Zahlen an. Auch die Durham Business School schwieg beharrlich. Dort will man auch jetzt nichts dazu sagen, ob der Executive MBA ganz eingestellt wird und verweist an die EBS.

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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