Carey School: Strengere Auslese als in Harvard? • MBA Journal - NEWS über Business Schools und Executive Education

Carey School: Strengere Auslese als in Harvard?

Von am 12. Mai 2016
Gebäude der W.P. Carey School of Business W. P. Carey School of Business W.P. Carey School of Business

Wer sich für einen der kostenlosen Studienplätze an der W. P. Carey School of Business an der Arizona State University bewirbt, muss mit einer besonders strengen Auslese rechnen.

Ende letzten Jahres hatte die W. P. Carey School of Business an der Arizona State University verkündet, ihr MBA-Programm im Herbst 2016 zum Nulltarif anzubieten. Bisher lagen die Studiengebühren für internationale Studenten bei 90.000 Dollar. Damit will die Schule ihr MBA-Programm von 40 auf 120 Teilnehmer vergrößern.

Das Angebot stieß auf riesige Nachfrage. Bis Anfang April hatte die Schule bereits 1.165 Bewerbungen für die 120 Studienplätze, schreibt das MBA-Portal Poets&Quants. Das wären mehr als dreimal so viele Bewerber wie im Vorjahr, wo es eine Zulassungsrate von 31,4 Prozent gab. Diese Quote könnte nun aufgrund der vielen Bewerbungen auf zehn Prozent fallen und wäre damit niedriger als in Harvard, wo 10,7 Prozent der Bewerber zugelassen werden.

An der Business School hatte man zwar mit einer großen Nachfrage gerechnet, war dann aber doch überrascht über die enorm hohen Zahlen. Dabei müssen die Mitarbeiter allerdings auch viel Zeit damit verbringen, Interessenten, die sowieso keine Chance für eine Zulassung haben, von einer Bewerbung abzuraten. Erstaunt war man auch, dass das vor allem für amerikanische Bewerber gedachte Angebot, auch bei Interessenten aus Usbekistan, Bolivien und Uganda auf große Nachfrage stieß.

Möglich wurde das sogenannte „Forward Focus MBA Stipendum” durch die großzügige Unterstützung von William Polk Carey. Der Immobilieninvestor hatte der Business School 2003 eine Spende in Höhe von 50 Millionen Dollar vermacht. 2014 hatte die Arizona State University die hoch verschuldete Thunderbird School of Global Management übernommen.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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