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Audi unterstützt neuen MBA in Beschaffungsmanagement

Von am 2. Juli 2014
© Audi

Der Autohersteller Audi hat mit der Technischen Hochschule Ingolstadt einen Vertrag für einen neuen MBA-Studiengang Beschaffungsmanagement unterzeichnet. Von den Inhalten fehlen allerdings wichtige Themen eines MBA-Studiums.

Damit können erstmals Mitarbeiter der Beschaffung des Volkswagen-Konzerns berufsbegleitend ein MBA-Studium absolvieren, das inhaltlich ideal auf die Herausforderungen im Berufsalltag zugeschnitten ist, schreibt Audi.


„Als attraktiver Geschäftsbereich ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Beschaffung eine Premium-Weiterbildung“, sagte Bernd Martens, Beschaffungsvorstand von Audi, bei der Vertragsunterzeichnung. Beschaffung sei weit mehr als Einkauf. In der Automobilindustrie sei man heute mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Audi hat die Technische Hochschule Ingolstadt bei der Konzeption dieses Studiengangs, beratend unterstützt.

Ein Teil der Studienplätze ist für Mitarbeiter des Volkswagen-Konzerns reserviert. Die jeweiligen Konzernmarken übernehmen für ihre Mitarbeiter die Studiengebühren (18.900 Euro) und stellen sie für die 36 Präsenztage frei. Zulassungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Studium und mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung. Die ersten Teilnehmer starten am 11. Juli 2014, neun von ihnen sind Mitarbeiter des Volkswagen-Konzerns.

Inhaltlich hat das Studium allerdings nur wenig mit einem MBA-Programm zu tun, das eigentlich General-Management-Kenntnisse vermitteln sollte. Zu den Fach – und Basismodulen gehören internationales Supply Chain Management, mathematische und statistische Methoden der Beschaffung, ökonomische Methoden des strategischen Beschaffungsmanagements sowie Wirtschaftsethik, Compliance und Recht. Da geht es um Sourcing Prozesse für Cost Competitive Countries, Supplier Relationship Controlling oder Cost Engineering und Sourcingsstrategien. Standardthemen wie Grundlagen des Marketing, Finanz- und Investitionsrechnung oder Personal und Organisation findet man dagegen bei den Studieninhalten nicht.

 

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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