Audencia mit erstem MBA in Responsible Management

Audencia mit erstem MBA in Responsible Management

Von am 29. September 2012

Die Audencia School of Management im französischen Nantes bietet ab September 2013 einen neuen „MBA in Responsible Management“ an. Damit will die Schule einen dritten Weg zwischen den traditionellen, auf General Management fokussierten MBA-Programmen und den auf bestimmte Fachbereiche oder Branchen spezialisierten MBA-Programmen einschlagen.

Das Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit habe in den letzten Jahren vor allem in der Forschung erheblich an Bedeutung gewonnen, erklärt Rhona Johnsen, Dean der Audencia School of Management. Der Forschungsdirektor der Schule sei gleichzeitig Leiter des Instituts für „Global Responsibility and Entrepreneurship“ und viele Professoren forschten in diesem Bereich. „Nun integrieren wir unsere Forschungsexpertise stärker ins MBA-Programm“, sagt Johnsen.


Gleichzeitig gebe es auch eine gestiegene Nachfrage vonseiten der Unternehmen. Daher habe man das Thema Verantwortung in immer mehr Module integriert. In dem neuen Programm sei es nun in allen Kernkursen präsent und die Wahlfächer befassten sich dann mit einzelnen Aspekten. Zudem müssen die Studenten des einjährigen Vollzeitstudiums ein zweimonatiges Beratungsprojekt absolvieren. „Alle Projekte fokussieren auf verantwortungsvolles Management“, erklärt Leiterin der Schule.

Die Studenten sollen lernen, die Auswirkungen ihrer Entscheidungen zu erkennen und abzuwägen, nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für ihre Mitarbeiter, ihr Umfeld und die Welt. „Wir fordern sie heraus, ihre bisherigen Glaubenssätze in Frage zu stellen“, verspricht Johnsen.

Das neue Programm sei kein Greenwashing, mit dem die Schule auf eine Modewelle aufspringt, sondern letztlich nur Ausdruck dafür, wie sich die Schule in den letzten Jahren entwickelt hat. Mit dem neuen Ansatz bringe man die Strategie der Business School mit dem Wunsch der Unternehmen und dem der Studenten zusammen, erklärt sie.

Weiter ausgebaut werden soll auch die Partnerschaft der Schule mit dem WWF. Audencia sei die dritte Business School, mit der die Organisation zusammenarbeite und die erste in Frankreich. Zudem soll eine  „Global Responsibility Woche“ mit Studenten aus allen Teilen der Welt organisiert werden. Geplant ist auch eine enge Kooperation mit einer anderen Business School, die in dem Bereich bereits sehr aktiv ist. Damit will die Audencia School of Management auch ihre Internationalisierung vorantreiben.

Audencia war die erste französische Schule, die 2004 den Global Compact der UN unterzeichnet hat. Dahinter verbirgt sich eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien im Bereich Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Seit 2006 veröffentlicht das Institut für „Global Responsibility and Entrepreneurship“ einen Jahresbericht über die Fortschritte der Schule im Bereich Corporate Social Responsibility. Ein Bestandteil davon ist auch das neue MBA-Programm.

90 Prozent der vor kurzem gestarteten MBA-Klasse kommen aus dem Ausland, nur 10 Prozent sind Franzosen. 45 Prozent sind Frauen. Die durchschnittliche Berufserfahrung liegt bei sechs Jahren. Audencia gehört zu den wenigen Schulen weltweit, die die drei wichtigsten internationalen Akkreditierungen – AACSB, AMBA und EQUIS – haben.

www.audencia.com

 

 

 

About Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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