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AACSB-Statistik: USA mit den meisten MBA-Studenten

By on 22. Juli 2013

Kein Land hat mehr MBA-Studenten als die USA. 156.000 waren dort 2011/2012 in ein MBA-Programm eingeschrieben. Im Rest der Welt waren es nur 110.002 Studenten. Die meisten Amerikaner besuchen dabei ein Abend- oder ein Wochenendprogramm. Das zeigt die neue Statistik der Akkreditierungsorganisation AACSB bei ihren 1290 Mitgliedern.

Auch wenn sich die AACSB als weltweit größte Akkreditierungsorganisation stets groß Internationalität auf ihre Fahnen schreibt, ihre mit Abstand meisten Mitgliedsschulen (655 Schulen) kommen noch immer aus den USA. Es folgen Großbritannien und Frankreich mit je 50 Schulen. An dritter Stelle steht China mit 44 Schulen, gefolgt von 35 Business Schools in Indien. In Deutschland sind es immerhin 18. Die Mitgliedschaft ist aber nicht gleichzusetzen mit der Akkreditierung. Von den 1290 Mitgliedern sind lediglich 667 akkreditiert, 494 davon in den USA.

Die meisten MBA-Studenten gibt es noch immer in den USA. 2011/2012 waren dort 156.400 Studenten in ein MBA-Programm eingeschrieben. Im Rest der Welt waren es 110.002 Studenten. Umgekehrt verhält es sich bei den spezialisierten Master-Studiengängen. Hier waren es in den USA 64.066 Studenten, im Rest der Welt dagegen sogar 93.038 Studenten. Die Zahlen beziehen sich jedoch immer nur auf die befragten Mitgliedsschulen.

Bei den Programmtypen favorisieren die Amerikaner Part-time Programme mit Unterricht am Abend oder Wochenende (39,9 Prozent). An zweiter Stelle stehen die zweijährigen Vollzeit-Programme mit 23,6 Prozent. Im Rest der Welt dominieren kürzere Vollzeit-Programme mit 24,2 Prozent, Part-time-Programme mit Unterricht am Abend oder Wochenende wählen nur 16,8 Prozent.

Aufschlussreich sind die Angaben der Schulen zu vorhandenen und erwünschten Partnerschulen. Während asiatische Schulen die meisten Kooperationen (36 Prozent) mit europäischen Schulen haben, wünschen sie sich mehr Partnerschulen in Nord- und Lateinamerika. Bei den europäischen Schulen haben sogar 53 Prozent eine Kooperation mit europäischen Partnern, gewünscht sind auch hier mehr Partner aus Nordamerika.

Beim Budget der Business Schools liegt der Mittelwert mit 43,7 Millionen Dollar in Europa deutlich höher als in den USA mit 18,2 Millionen Dollar. Private profitorientierte Institutionen haben mit 10,0 Millionen Dollar einen deutlich geringeren Mittelwert als öffentliche Schulen (21,6 Millionen Dollar) und private Nonprofit-Institutionen (23,6 Millionen Dollar).

 

Über Bärbel Schwertfeger

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin und seit 1985 als freie Journalistin im Bereich Management, Weiterbildung und Personalentwicklung tätig.

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